Lexikon

Mit unserem kieferorthopädischen Lexikon möchten wir Sie über die wichtigsten Fachbegriffe in der Kieferorthopädie informieren. Daneben sind in unserem FAQ-Teil häufig gestellte Fragen unserer Patienten einschließlich erklärender Antworten aufgeführt, sei es fachlicher Natur oder

aber in Hinblick auf Öffnungszeiten etc. Wünschen Sie weitere Informationen oder vermissen Sie den einen oder anderen Fachbegriff? Bitte sprechen Sie uns an! Oder schreiben Sie uns eine kurze E-Mail an praxis@docsander.de

Mein Kind spielt ein Musikinstrument. Können Zahnspangen dabei hinderlich sein?

Kinder, die ein Blasinstrument wie zum Beispiel eine Trompete spielen und mit einer festen Zahnspange behandelt werden, benötigen lediglich in der Anfangszeit eine gewisse Flexibilität und Behutsamkeit. Die Eingewöhnungsphase beläuft sich je nach Patient erfahrungsgemäß auf einige wenige Wochen. Aber mit etwas Übung und Geduld stellt für Kinder das Spielen von Musikinstrumenten auch mit Zahnspange kein Problem dar.

Wann kann mit der Behandlung begonnen werden, bzw. wie lange muss ich auf einen Termin warten?

Nach einer telefonischen Terminvereinbarung können wir eine erste Besprechung relativ kurzfristig ausmachen. In einem persönlichen Gespräch ermitteln wir gemeinsam mit Ihnen, wann wir mit Ihrer kieferorthopädischen Behandlung beginnen können und vereinbaren verbindlich weitere Behandlungstermine – selbstverständlich unter Berücksichtigung Ihrer zeitlichen Möglichkeiten. Unsere Telefonnummer und Öffnungszeiten finden Sie unter „Kontakt“.

Ich arbeite den ganzen Tag. Kann ich auch nach 18 Uhr zur Behandlung kommen?

Nicht jeder Patient, der unter der Woche tagsüber arbeitet, kann sich für eine kieferorthopädische Behandlung flexibel freinehmen. In diesen Fällen bieten wir einmal in der Woche eine spezielle Abendstunde an. Jeden Dienstag ist unsere Praxis bis 19.30 Uhr für Sie geöffnet. Für alle anderen gelten unsere regulären Öffnungszeiten: mittwochs bis 18.00 Uhr sowie donnerstags und montags bis 17.00 Uhr. Freitags sind wir bis 12.30 Uhr telefonisch für Sie erreichbar.

Ein perfektes Lächeln? Gerne! Aber ich will, dass man die Spange nicht sieht.

Gerade Erwachsenen ist es wichtig, dass die Zahnspange unauffällig ist. Dank einer speziellen Zertifizierung können wir Ihnen verschiedene Behandlungsmethoden anbieten, die auch höchsten ästhetischen Ansprüchen gerecht werden und praktisch unsichtbar sind. Hierzu gehören einerseits die Lingualspangen (incognito™, WIN-System). Dabei handelt es sich um Brackets, die auf der Zahninnenseite befestigt werden. Andererseits führen wir transparente, herausnehmbare Zahnschienen (invisalign®).

Spange mit über 60. Geht das?

Für ein schönes Lächeln ist es nie zu spät! Das Alter spielt für eine kieferorthopädische Behandlung keine Rolle, auch wenn der Patient über 60 Jahre alt ist und eine Behandlung mit einer Zahnspange in Anspruch nehmen möchte. Allerdings ist ein gesunder Zahnhalteapparat eine wichtige Voraussetzung für die Behandlung. Der Zahnhalteapparat und die Wurzeln müssen frei von Entzündungen und die Zähne kariesfrei sein.

Müssen Weisheitszähne immer entfernt werden?

Nein, die Entfernung von gesunden Weisheitszähnen ist nicht zwingend erforderlich. Sie müssen nur dann entfernt werden, wenn kein ausreichender Platz vorhanden ist oder die Position so ungünstig ist, dass sie nicht in den Zahnbogen einzuordnen sind. In der Regel sollte keine Entfernung vor dem 14. Lebensjahr erfolgen. Das Zusammenschieben der Frontzähne hat laut wissenschaftlichen Untersuchungen nichts mit dem Durchbruch der Weisheitszähne zu tun.

Warum müssen manchmal gesunde Zähne gezogen werden?

In manchen Fällen müssen auch gesunde Zähne gezogen werden, da einfach zu wenig Platz im Kiefer vorhanden ist. Das liegt daran, dass die Zähne- und die Kiefer-Erbanlagen sich auf unterschiedlichen Genen befinden: ein Kind kann die Zähne von der Mutter geerbt haben und die Kiefer vom Vater. Es gibt also ein Missverhältnis zwischen Zahn- und Kiefergröße. Das bedeutet, die Kiefer sind für das vorhandene Zahnmaterial zu klein.
Auch wenn Ober- und Unterkiefer nicht richtig aufeinander passen, kann es vorkommen, dass gesunde Zähne entfernt werden müssen.

Können Kinder und Jugendliche auch ohne Begleitung ihrer Eltern zur Behandlung kommen?

Ja, zu den normalen Kontrollterminen dürfen Kinder und Jugendliche gerne alleine zu uns kommen, ohne die Begleitung eines Elternteils. Bei den ersten Terminen ist es allerdings wichtig, dass die Eltern bzw. die Erziehungsberechtigten dabei sind. Dabei werden der Befund, der genaue Behandlungsplan und die Kostenregelung besprochen. Auch bei Änderung der Therapie ist es wichtig, dass die Eltern bzw. die Erziehungsberechtigten anwesend sind. Bei solchen Gelegenheiten informieren wir Sie selbstverständlich vorher.

Warum ist es wichtig, dass die feste Zahnspange regelmäßig kontrolliert wird?

Die feste Zahnspange arbeitet Tag und Nacht. Das bedeutet, dass die sanften Kräfte 24 Stunden lang kontinuierlich wirken. Diese Kräfte wissen aber nicht, wo und wann sie aufhören müssen. Daher ist es wichtig, dass die gesamte Behandlung regelmäßig durch den Behandler gesteuert und kontrolliert wird. Bleiben diese wichtigen Kontrollen aus, gerät die Behandlung außer Kontrolle, was zu Verzögerungen und im schlimmsten Fall zu ernsthaften Problemen führen kann.
Falls Sie einen Termin nicht wahrnehmen können, informieren Sie uns rechtzeitig und vereinbaren Sie unmittelbar einen Ersatztermin.

Warum darf man mit einer festen Zahnspange nicht alles essen?

Beim Essen entstehen Scherkräfte, die dazu führen können, dass sich die Brackets lösen können. Deshalb sollte auf zähe und klebrige Dinge wie Gummibärchen, Kaubonbons oder Lakritz vollständig verzichtet werden, da sie die Zahnspange beschädigen oder zum Verlust der Brackets führen können. Da festsitzende Spangen allgemein die Zahnpflege erschweren, sollte zudem auf eine tägliche Reinigung mit Zahnseide oder Interdentalbürstchen geachtet werden, um auch die Zahnzwischenräume zu erreichen.
Unmittelbar nach dem Einsetzen der festen Spange informiert unser Fachpersonal Sie gründlich und gibt Ihnen wichtige Hinweise im Umgang mit der Apparatur.

Werden bei einer festsitzenden Behandlung die Zähne locker?

Bei der Behandlung mit der festen Spange werden die Zähne über Distanzen von mehreren Millimetern durch den Knochen bewegt. Dabei kommt es zu einer leichten Lockerung der Zähne. Dieser Prozess ist unerlässlich für die Zahnkorrektur. Die Zähne festigen sich aber wieder, sobald die Bewegung abgeschlossen ist. Dieser Vorgang wird so lange wiederholt, bis das Wunschergebnis erreicht ist. Nach erfolgreichem Abschluss der Behandlung erlangen die Zähne wieder ihre ursprüngliche Stabilität.

Macht die festsitzende Zahnspange die Zähne kaputt?

Nein, durch das Tragen einer festen Zahnspange entstehen keine Schäden an den Zähnen. Die gefürchteten weißen Flecken nach einer kieferorthopädischer Behandlung mit festsitzenden Spangen werden durch unzureichende Zahnpflege verursacht. An den Bracketrändern bleiben Speisereste und Zahnbelag haften, aus denen wiederum Karies entsteht, der den Zahnschmelz angreift und ihn wie Säure entkalkt. Hieraus resultieren die kleinen hellen Stellen.

Tut das Anbringen einer festsitzenden Zahnspange weh?

Nein, der Vorgang des Einsetzens einer festsitzenden Zahnspange bereitet keine Schmerzen. Lediglich am Tag des Einbaus der festen Spange kann es nach dem kieferorthopädischen Eingriff zu einem „ziehenden Gefühl“ oder zu einer „leichten Spannung“ kommen. In einigen Fällen können auch leichte Beschwerden beim Zusammenbeißen der Zähne auftreten, die aber nur von kurzer Dauer sind. Durch die Verwendung thermo-elastischer Bögen wird dem zusätzlich optimal entgegengewirkt.

Wie werden festsitzende Zahnspangen angebracht?

Für die festsitzenden Zahnspangen hat sich der englischsprachige Begriff „Brackets“ eingebürgert. Diese Brackets werden mit einem speziellen Dentalkleber auf die Zähne aufgeklebt. Anschließend wird durch die Brackets ein Drahtbogen durchgeführt, der die Zahnstellung reguliert. Die Brackets halten auch bei großen Kaubelastungen. Es kann aber durchaus passieren, dass sich im Laufe einer Behandlung das eine oder andere Bracket löst. Dieses sollte dann so schnell wie möglich wieder befestigt werden.

Warum sind manche Termine vormittags?

Unsere kieferorthopädische Praxis wird als Bestellpraxis mit festen Terminen geführt. Da die meisten unserer Patienten schulpflichtig sind, finden die Termine hauptsächlich nachmittags statt. Bestimmte Termine, wie beispielsweise die Erstberatung und das Einsetzen oder Entfernen von festsitzenden Zahnspangen, müssen aus organisatorischen Gründen vormittags stattfinden, zumal sie mehrere Stunden in Anspruch nehmen können.

Wenn ich früher anfange, bin ich dann auch früher fertig?

Ein früher Behandlungsbeginn bedeutet nicht zwingend, dass die Behandlung entsprechend eher abgeschlossen ist. Ziel ist es, den Zeitpunkt des Behandlungsbeginns so optimal zu wählen, dass die Behandlungsdauer möglichst kurz ist. Die Dauer hängt unter anderem von der individuellen Zahnfehlstellung des Patienten und der Wahl der Behandlungsmethode ab. In einem persönlichen Gespräch können wir Ihnen eine Einschätzung Ihrer persönlichen Behandlungsdauer geben.

Warum dauern kieferorthopädische Behandlungen so lange?

Bei kieferorthopädischen Behandlungen geht es meistens um sanfte Korrekturen an den Kiefern und an den Zähnen. Sanft können diese Korrekturen aber nur sein, wenn man ihnen Zeit lässt. Nur dann kann der Körper diese Korrekturen akzeptieren und in sein Wachstumsprogramm integrieren. Bei einer zu schnellen Behandlung können die Zähne vielleicht zeitnah in die gewünschte Position gebracht werden. Wenn sie allerdings nicht lange genug in der passenden Position gehalten werden, ist das Risiko hoch, dass sie sich genauso schnell zurückbewegen.

Wie lange dauert eine kieferorthopädische Behandlung?

Die Dauer einer kieferorthopädischen Behandlung ist bei jedem Patienten unterschiedlich. Es gibt aber Erfahrungswerte, die relativ verlässlich sind und als Maßstab genommen werden können. Wir unterscheiden die aktive Behandlungsphase und die Retentionsphase. Die aktive Behandlung mit einer festsitzenden Zahnspange dauert ca. 1 bis 2 Jahre. Während dieser Zeit wird durch immer wieder neues Nachstellen der Zahnspange die gewünschte Korrektur eingestellt. In der anschließenden Retentionsphase, die mindestens ein Jahr dauern sollte, wird das Behandlungsergebnis stabilisiert.

Wie lange dauert eine kieferorthopädische Behandlung?

Die Behandlungsdauer ist bei jedem Patienten unterschiedlich. Es gibt aber Erfahrungswerte, die relativ verlässlich sind und als Maßstab genommen werden können. Wir unterscheiden die aktive Behandlungsphase und die Retentionsphase. Die aktive Behandlung mit einer festsitzenden Zahnspange dauert ca. 1 bis 2 Jahre. Während dieser Zeit wird durch immer wieder neues Nachstellen der Zahnspange die gewünschte Korrektur eingestellt. In der anschließenden Retentionsphase, die mindestens ein Jahr dauern sollte, wird das Behandlungsergebnis stabilisiert.

Wann sieht man bei einer lockeren Spange erste Behandlungserfolge?

Der sichtbare Behandlungserfolg bei einer herausnehmbaren Zahnspange hängt in erster Linie von der Tragezeit ab. Ein konsequentes Tragen führt schneller zum gewünschten Ergebnis als ein nachlässiges. Des Weiteren ist die Wahrnehmung regelmäßiger Kontrolltermine für den Erfolg von entscheidender Bedeutung, da hierüber sowohl korrekter Sitz und Wirkung geprüft als auch die Behandlung gesteuert werden.

Was passiert, wenn ein Teil der lockeren Spange abbricht oder die ganze Spange zerbricht?

Wenn eine lose Zahnspange beschädigt ist, können abgebrochene Drahtteile vom Labor repariert werden. Wichtig ist, dass Sie umgehend einen Termin zu einer schnellstmöglichen Problembehebung vereinbaren. Denn ohne das Tragen der Spange verschieben sich die Zähne zurück in ihre alte Position. Mit einer zeitnahen Reparatur wird der Behandlungsfortschritt in der geplanten Zeit sichergestellt. Ebenfalls wichtig: Eine Spange muss – wenn sie gerade nicht getragen wird – unbedingt in der Spangendose aufbewahrt werden!

Was passiert, wenn die Zahnspange verloren geht? Welche Kosten entstehen?

Bei Verlust einer herausnehmbaren Zahnspange wenden Sie sich am besten direkt an uns. Gegebenenfalls muss eine Ersatzspange selbst bezahlt werden. Die Höhe der Kosten hängt von der jeweiligen Versicherung und den Vertragsbedingungen ab. Im Einzelfall entscheidet die Krankenkasse.

Ich bin Patient in einer anderen Praxis. Kann ich während einer laufenden kieferorthopädischen Behandlung in Ihre Praxis kommen?

Während einer laufenden kieferorthopädischen Behandlung sollte ein Wechsel des Behandlers nur in Ausnahmefällen stattfinden, wie zum Beispiel bei einem Umzug. Ein Wechsel kann häufig mit einer Verlängerung der Behandlungsdauer, höheren Kosten und eventuell sogar mit einer Änderung der Therapie verbunden sein, da jede Praxis ihr eigenes Behandlungskonzept hat und ihre eigenen Behandlungssysteme verwendet.

Gerne dürfen Sie sich aber bei uns zur Zweitmeinung vorstellen.

Warum muss nach der festsitzenden Zahnspange noch eine lose Zahnspange getragen werden?

Nach der Behandlung mit einer festsitzenden Zahnspange „möchten“ sich die Zähne wieder in ihre alte Position bewegen. Das liegt daran, dass unsere Zähne durch unterschiedliche Fasern mit dem Knochen verbunden sind und diese Fasern eine Weile brauchen, um sich an die neue Position zu gewöhnen. Würde die feste Zahnspange einfach nur entfernt, so würden sich die Zähne unkontrolliert bewegen und es käme zu einem sogenannten Rezidiv.

Um das erreichte Behandlungsergebnis zu halten, werden daher herausnehmbare Geräte eingesetzt, die mindestens ein Jahr lang regelmäßig von uns kontrolliert werden müssen. Diese Phase der Behandlung nennt man die Retentionsphase einer kieferorthopädischen Behandlung. Die beste Retention wird lebenslang praktiziert. Zusätzlich wird ein dünner Draht an der Innenseite der Frontzähne befestigt, der die Zähne in der gewünschten Position hält.

Warum muss nach der festsitzenden Zahnspange noch eine lose Zahnspange getragen werden?

Nach der Behandlung mit einer festsitzenden Zahnspange „möchten“ sich die Zähne wieder in ihre alte Position bewegen. Das liegt daran, dass unsere Zähne durch unterschiedliche Fasern mit dem Knochen verbunden sind und diese Fasern eine Weile brauchen, um sich an die neue Position zu gewöhnen. Würde die feste Zahnspange einfach nur entfernt, so würden sich die Zähne unkontrolliert bewegen und es käme zu einem sogenannten Rezidiv.
Um das erreichte Behandlungsergebnis zu halten, werden daher herausnehmbare Geräte eingesetzt, die mindestens ein Jahr lang regelmäßig von uns kontrolliert werden müssen. Diese Phase der Behandlung nennt man die Retentionsphase einer kieferorthopädischen Behandlung.
Die beste Retention wird lebenslang praktiziert. Um dem nahe zu kommen, wird ein dünner Draht an der Innenseite der Frontzähne befestigt, der die Zähne in der gewünschten Position hält.

Muss es unbedingt eine feste Zahnspange sein oder geht auch eine herausnehmbare Zahnspange?

Ob ein Patient eine feste oder herausnehmbare Zahnspange benötigt, hängt vom Ausmaß der Zahn- oder Kieferfehlstellung ab und auch das Alter spielt dabei eine entscheidende Rolle. Während lose Spangen häufig bei geringen Fehlstellungen zum Einsatz kommen, ist bei komplexeren Problemen die Anwendung einer festsitzenden Zahnspange notwendig, um präzise Korrekturen vornehmen zu können.

Was mache ich bei Problemen mit der Zahnspange oder bei Schmerzen, wenn die Praxis geschlossen ist?

Bei Problemen mit herausnehmbaren Zahnspangen wird das Gerät vorrübergehend nicht getragen. Wichtig ist es dann, dass umgehend ein Kontrolltermin bei uns ausgemacht wird, da die Spange nach längerem Nichttragen nicht mehr passt. Bei Problemen mit einer festsitzenden Zahnspange ist die erste Möglichkeit das Abdecken der störenden Teile mit Schutzwachs, das wir jedem Patienten beim Einsetzen der festen Zahnspange mitgeben. Auch hier muss umgehend ein Kontrolltermin ausgemacht werden.

Während unserer Urlaubszeiten können Sie der Ansage auf unserem Anrufbeantworter entnehmen, wer unsere Praxis vertritt. Wir bemühen uns immer um die Vertretung durch Kollegen in der näheren Umgebung.

Müssen alle bleibenden Zähne für eine Behandlung da sein?

Nein, für eine Behandlung in einer kieferorthopädischen Praxis müssen nicht alle bleibenden Zähne vorhanden sein, auch wenn dies leider eine weit verbreitete Meinung ist. Kieferorthopädische Behandlungen können in jedem Alter notwendig sein und dann ist es in der Regel egal, ob noch Milchzähne da sind oder nicht. Manchmal macht es Sinn, den vollständigen Zahnwechsel abzuwarten. Die meisten Behandlungen sollten aber deutlich früher beginnen. Bitte verlassen Sie sich hier auf unsere Erfahrung und unser Fachwissen.

Wann gehe ich mit meinem Kind zum Kieferorthopäden?

Wenn Sie weder von Ihrem Kinderarzt noch vom Schulzahnarzt oder Ihrem Hauszahnarzt angesprochen wurden, ist eine Vorstellung spätestens im Alter von 8 Jahren sinnvoll, da zu diesem Zeitpunkt die meisten Zahn- und Kieferfehlstellungen noch gut behandelt werden können. Die Mehrzahl der kieferorthopädischen Behandlungen beginnt im Alter von 10 bis 12 Jahren.

Zahnzusatzversicherung

Bei einer Zahnzusatzversicherung handelt es sich um eine freiwillige zusätzliche Versicherung, die eine gesetzliche Krankenversicherung ergänzt und die Kosten bei zahnärztlichen Behandlungen übernimmt. Dabei handelt es sich in der Regel um Risikobereiche, die hohe Kosten beim Patienten verursachen, wie zum Beispiel Zahnersatz, -implantologie sowie prophylaktische oder ästhetische Zahnbehandlungen, die nicht Bestandteil der Regelversorgung gesetzlicher Krankenkassen sind.

Zahnverlagerung

Die Zahnverlagerung ist eine von der natürlichen Durchbruchsrichtung abweichende Lage eines Zahnes. Oftmals wächst dieser aufgrund der falschen Position nicht vollständig aus dem Kiefer heraus. Dies betrifft am häufigsten die oberen und unteren Weisheitszähne sowie die oberen Eckzähne. Problematisch wird die Verlagerung, wenn die Zähne, je nach Ausrichtung, auf die Wurzeln der Nachbarzähne drücken und diese beschädigen. Hieraus können Schmerzen und Entzündungen entstehen. Daher ist in den meisten Fällen eine entsprechende Behandlung erforderlich.

Zahnspange

Eine Zahnspange ist eine kieferorthopädische Apparatur, mit der Kiefer- und Zahnfehlstellungen korrigiert werden. Man unterscheidet zwischen festen und herausnehmbaren Apparaturen.

Zahnfehlstellung

Unter einer Zahnfehlstellung versteht man die Stellung eines Zahnes außerhalb der idealen Zahnbogenform des Oberkiefers oder Unterkiefers.

Zahnarzt

Zahnmediziner, der sich mit Zahn- und Kieferkrankheiten im Allgemeinen befasst. Eine Ausbildung zum Zahnarzt ist die Grundlage zur Weiterbildung zum Fachzahnarzt für Kieferorthopädie.

Vorschubdoppelplatte

Die Vorschubdoppelplatte nach Prof. Sander (S-II-Apparatur) erlaubt bei geringer Belastung des Patienten gleichzeitig die Korrektur der Bisslage und die aktive Beeinflussung einzelner Zähne sowie der beiden Zahnbögen. Damit wird die Gesamtbehandlungszeit wesentlich verkürzt.

Verlagerung

Die Zahnverlagerung ist eine von der natürlichen Durchbruchsrichtung abweichende Lage eines Zahnes. Dies betrifft am häufigsten die oberen und unteren Weisheitszähne sowie die oberen Eckzähnen.

Unsichtbare-Zahnspange

Damit sind kieferorthopädische Systeme gemeint, die den Patienten während der Behandlung ästhetisch nicht einschränken. Dazu zählt die Behandlung mit Lingualbrackets („Spange von innen“) oder durchsichtigen Schienen. Vor allem von Erwachsenen werden diese Systeme gern in Anspruch genommen.

Tiefbiss

Die oberen Schneidezähne überlappen die unteren Schneidezähne mehr als 3 mm. In besonders extremen Fällen des Tiefbisses beißen die unteren Zähne in das Zahnfleisch des Gaumens.

Sportmundschutz

Ein Sportmundschutz ist ein individuell angefertigter und auf die jeweilige Sportart abgestimmter, komfortabler Zahnschutz bei Risikosportarten (z.B. Hockey, Eishockey, Boxen, Handball, Polo), der vor Zahnbeschädigung und -verlust schützt.

Spange

Eine Spange ist eine kieferorthopädische Apparatur, mit der Kiefer- und Zahnfehlstellungen korrigiert werden. Man unterscheidet zwischen festen und herausnehmbaren Apparaturen.

Slot

Kleiner Schlitz im Bracket, in den der Behandlungsbogen eingesetzt wird.

Separieren

Kleine Gummiringe oder Drahtschlaufen werden zwischen die Zähne gesetzt, um sie auseinanderzudrängen und Platz für die Bänder zu schaffen. Die Gummiringe werden normalerweise eine Woche vor dem Termin eingesetzt, an dem die Bänder auf die Zähne zementiert werden sollen.

Selbstlegierende-Brackets

Brackets, die über besondere mechanische Eigenschaften verfügen. Der Behandlungsbogen muss nicht mit Ligaturen befestigt werden, sondern wird über ein Kläppchen am Bracketslot befestigt. Die Behandlungsdauer ist mit selbstlegierenden Systemen im Durchschnitt kürzer als mit konventionellen.

Seitenzähne

Die kleinen und großen Backenzähne.

Schwarz´sche Platten

Schwarz´sche Platten (auch aktive Platten) sind herausnehmbare kieferorthopädische Geräte, mit denen die Zähne aktiv bewegt werden können. In die Spangen sind kleine Federn oder Schrauben eingearbeitet, mit denen die Bewegungen durchgeführt werden.

Schutzwachs

Auf die Brackets oder Bogendrähte kann Schutzwachs aufgetragen werden, um Reizungen der Wangenschleimhaut oder Lippen zu vermeiden.

Schnuller

Im Alter von 3-4 Jahren sollten Kinder vom Schnuller und vom Daumenlutschen entwöhnt werden, da ansonsten die Gefahr von Kieferdeformationen und Ausspracheschwierigkeiten besteht.

Schlucken, viszeral

Beim viszeralen Schlucken lagert sich die Zunge während des Schluckaktes zwischen die Zahnreihen ein und führt damit oft zum frontal offenen Biss.

Schlucken, somatisch

Beim somatischen Schlucken liegt die Zunge am Gaumen und die Zahnreihen sind geschlossen.

S-III-Apparatur

Die Rückschubdoppelplatte (Abkürzung: RDP, auch Sander-III-Apparatur) ist ein kieferorthopädisches Gerät zur Behandlung von Progenien im Kindesalter. Die Behandlung sollte vorzugsweise im frühen Wechselgebiss beginnen, am besten vor dem neunten Lebensjahr.

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