Laborprozess der Lingualtechnik

In der Lingualtechnik bildet der Laborprozess die Basis für ein genaues Anbringen der Lingualbrackets. Zu Anfangszeiten wurden die Brackets direkt an die Zahninnenseite geklebt. Dies stellte sich allerdings als ein kompliziertes Unterfangen dar, zumal

die Sicht und der Zugang zu den Stellen weitaus schwieriger ist als zur Zahnaußenseite. Dies führte oftmals zu unpräzisen Platzierungen der Brackets. Aus diesem Grund ist man im Laufe der Zeit dazu übergegangen, sie vor dem Anbringen im Labor entsprechend vorzubereiten.

Lingualtechnik-Laborprozess: Erstellung eines 3D-Modells

Im Laborprozess der Lingualtechnik wird zunächst einmal ein Abdruck der Zähne des Patienten erstellt und anschließend an ein Speziallabor geschickt. Dort entsteht auf Grundlage des Abdrucks ein 3D-Kiefermodell (Set-Up). Hieraus ergeben sich der Entwurf

und die Fertigung der individuellen Brackets. Diese werden nun auf dem Modell passend positioniert. Die genauen Bracketpositionen werden anschließend auf speziell gefertigte Schablonen übertragen.

Die indirekte Klebetechnik

Etwa drei Wochen nach der Abdruckerstellung kommt es zu dem Klebetermin: Bei dem Anbringen der Spange an der Zahninnenseite des Patienten unterstützen die Übertragungsschablonen ein zügiges und präzises Anbringen. Aufgrund dieses Zwischenschritts wird der Vorgang auch indirekte Klebetechnik genannt. Einen weiteren Vorteil dieser Technik stellt die Wiederverwendung der Schablonen dar.

Sollte beispielsweise ein Bracket abbrechen, kann es ohne großen Präzisionsverlust schnell wieder angebracht werden.

Falls Sie Fragen zu unserem Lingualtechnik-Laborprozess in München haben, dann nutzen Sie gerne unser Kontaktformular und vereinbaren Sie einen Termin in unserer kieferorthopädischen Praxis. Wir stehen Ihnen persönlich beratend zur Seite.