Die
FAQ

Mit unserem kieferorthopädischen Lexikon möchten wir Sie über die wichtigsten Fachbegriffe in der Kieferorthopädie informieren. Daneben sind in unserem FAQ-Teil häufig gestellte Fragen unserer Patienten einschließlich erklärender Antworten aufgeführt, sei es fachlicher Natur oder aber in Hinblick auf Öffnungszeiten etc. Wünschen Sie weitere Informationen oder vermissen Sie den einen oder anderen Fachbegriff?

Bitte sprechen Sie uns an! Oder schreiben Sie uns eine kurze E-Mail an praxis@docsander.de.

Gerade Erwachsenen ist es wichtig, dass die Zahnspange unauffällig ist. Dank einer speziellen Zertifizierung können wir Ihnen verschiedene Behandlungsmethoden anbieten, die auch höchsten ästhetischen Ansprüchen gerecht werden und praktisch unsichtbar sind. Hierzu gehören einerseits die Lingualspangen (incognito™, WIN-System). Dabei handelt es sich um Brackets, die auf der Zahninnenseite befestigt werden. Andererseits führen wir transparente, herausnehmbare Zahnschienen (invisalign®).

In unserer Praxis wird die Prophylaxe sehr intensiv betrieben. Beispielsweise empfehlen wir allen Patienten, die eine feste Zahnspange bekommen, die sogenannte Glattflächenversiegelung. Dabei handelt es sich um einen fluoridhaltigen Schutzlack, der um das Bracket herum aufgetragen wird. Dadurch ist dieser besonders anfällige Bereich der Zähne besser vor einer Demineralisierung der Zahnhartsubstanz geschützt. Die Versiegelung ersetzt jedoch nicht die intensive Zahnpflege.Während der Tragezeit einer festsitzenden Apparatur ist eine gründliche Reinigung der Zähne unbedingt notwendig. Dazu gehört der Einsatz von besonderen Interdental-Bürstchen und der Einsatz der speziell für Zahnspangenträger entwickelten Zahnpasta „Pearls & Dents“. Weiterhin legen wir großen Wert darauf, dass insbesondere die regelmäßigen Kontrolluntersuchungen bei Ihrem Hauszahnarzt in Anspruch genommen werden.

Nicht jeder Patient, der unter der Woche tagsüber arbeitet, kann sich für eine kieferorthopädische Behandlung flexibel freinehmen. In diesen Fällen bieten wir einmal in der Woche eine spezielle Abendstunde an. Jeden Dienstag ist unsere Praxis bis 19.30 Uhr für Sie geöffnet. Für alle anderen gelten unsere regulären Öffnungszeiten: mittwochs bis 18.00 Uhr sowie donnerstags und montags bis 17.00 Uhr. Freitags sind wir bis 12.30 Uhr telefonisch für Sie erreichbar.

Während einer laufenden kieferorthopädischen Behandlung sollte ein Wechsel des Behandlers nur in Ausnahmefällen stattfinden, wie zum Beispiel bei einem Umzug. Ein Wechsel kann häufig mit einer Verlängerung der Behandlungsdauer, höheren Kosten und eventuell sogar mit einer Änderung der Therapie verbunden sein, da jede Praxis ihr eigenes Behandlungskonzept hat und ihre eigenen Behandlungssysteme verwendet. Gerne dürfen Sie sich aber bei uns zur Zweitmeinung vorstellen.

Ja, zu den normalen Kontrollterminen dürfen Kinder und Jugendliche gerne alleine zu uns kommen, ohne die Begleitung eines Elternteils. Bei den ersten Terminen ist es allerdings wichtig, dass die Eltern bzw. die Erziehungsberechtigten dabei sind. Dabei werden der Befund, der genaue Behandlungsplan und die Kostenregelung besprochen. Auch bei Änderung der Therapie ist es wichtig, dass die Eltern bzw. die Erziehungsberechtigten anwesend sind. Bei solchen Gelegenheiten informieren wir Sie selbstverständlich vorher.

Nein, durch das Tragen einer festen Zahnspange entstehen keine Schäden an den Zähnen. Die gefürchteten weißen Flecken nach einer kieferorthopädischer Behandlung mit festsitzenden Spangen werden durch unzureichende Zahnpflege verursacht. An den Bracketrändern bleiben Speisereste und Zahnbelag haften, aus denen wiederum Karies entsteht, der den Zahnschmelz angreift und ihn wie Säure entkalkt. Hieraus resultieren die kleinen hellen Stellen.

Kinder, die ein Blasinstrument wie zum Beispiel eine Trompete spielen und mit einer festen Zahnspange behandelt werden, benötigen lediglich in der Anfangszeit eine gewisse Flexibilität und Behutsamkeit. Die Eingewöhnungsphase beläuft sich je nach Patient erfahrungsgemäß auf einige wenige Wochen. Aber mit etwas Übung und Geduld stellt für Kinder das Spielen von Musikinstrumenten auch mit Zahnspange kein Problem dar.

Nein, für eine Behandlung in einer kieferorthopädischen Praxis müssen nicht alle bleibenden Zähne vorhanden sein, auch wenn dies leider eine weit verbreitete Meinung ist. Kieferorthopädische Behandlungen können in jedem Alter notwendig sein und dann ist es in der Regel egal, ob noch Milchzähne da sind oder nicht. Manchmal macht es Sinn, den vollständigen Zahnwechsel abzuwarten. Die meisten Behandlungen sollten aber deutlich früher beginnen. Bitte verlassen Sie sich hier auf unsere Erfahrung und unser Fachwissen.

Nein, die Entfernung von gesunden Weisheitszähnen ist nicht zwingend erforderlich. Sie müssen nur dann entfernt werden, wenn kein ausreichender Platz vorhanden ist oder die Position so ungünstig ist, dass sie nicht in den Zahnbogen einzuordnen sind. In der Regel sollte keine Entfernung vor dem 14. Lebensjahr erfolgen. Das Zusammenschieben der Frontzähne hat laut wissenschaftlichen Untersuchungen nichts mit dem Durchbruch der Weisheitszähne zu tun.

Ob ein Patient eine feste oder herausnehmbare Zahnspange benötigt, hängt vom Ausmaß der Zahn- oder Kieferfehlstellung ab und auch das Alter spielt dabei eine entscheidende Rolle. Während lose Spangen häufig bei geringen Fehlstellungen zum Einsatz kommen, ist bei komplexeren Problemen die Anwendung einer festsitzenden Zahnspange notwendig, um präzise Korrekturen vornehmen zu können.

Für ein schönes Lächeln ist es nie zu spät! Das Alter spielt für eine kieferorthopädische Behandlung keine Rolle, auch wenn der Patient über 60 Jahre alt ist und eine Behandlung mit einer Zahnspange in Anspruch nehmen möchte. Allerdings ist ein gesunder Zahnhalteapparat eine wichtige Voraussetzung für die Behandlung. Der Zahnhalteapparat und die Wurzeln müssen frei von Entzündungen und die Zähne kariesfrei sein.

Nein, der Vorgang des Einsetzens einer festsitzenden Zahnspange bereitet keine Schmerzen. Lediglich am Tag des Einbaus der festen Spange kann es nach dem kieferorthopädischen Eingriff zu einem „ziehenden Gefühl“ oder zu einer „leichten Spannung“ kommen. In einigen Fällen können auch leichte Beschwerden beim Zusammenbeißen der Zähne auftreten, die aber nur von kurzer Dauer sind. Durch die Verwendung thermo-elastischer Bögen wird dem zusätzlich optimal entgegengewirkt.

Wenn Sie weder von Ihrem Kinderarzt noch vom Schulzahnarzt oder Ihrem Hauszahnarzt angesprochen wurden, ist eine Vorstellung spätestens im Alter von 8 Jahren sinnvoll, da zu diesem Zeitpunkt die meisten Zahn- und Kieferfehlstellungen noch gut behandelt werden können. Die Mehrzahl der kieferorthopädischen Behandlungen beginnt im Alter von 10 bis 12 Jahren.

Nach einer telefonischen Terminvereinbarung können wir eine erste Besprechung relativ kurzfristig ausmachen. In einem persönlichen Gespräch ermitteln wir gemeinsam mit Ihnen, wann wir mit Ihrer kieferorthopädischen Behandlung beginnen können und vereinbaren verbindlich weitere Behandlungstermine – selbstverständlich unter Berücksichtigung Ihrer zeitlichen Möglichkeiten. Unsere Telefonnummer und Öffnungszeiten finden Sie unter „Kontakt“.

Der sichtbare Behandlungserfolg bei einer herausnehmbaren Zahnspange hängt in erster Linie von der Tragezeit ab. Ein konsequentes Tragen führt schneller zum gewünschten Ergebnis als ein nachlässiges. Des Weiteren ist die Wahrnehmung regelmäßiger Kontrolltermine für den Erfolg von entscheidender Bedeutung, da hierüber sowohl korrekter Sitz und Wirkung geprüft als auch die Behandlung gesteuert werden.

Beim Essen entstehen Scherkräfte, die dazu führen können, dass sich die Brackets lösen können. Deshalb sollte auf zähe und klebrige Dinge wie Gummibärchen, Kaubonbons oder Lakritz vollständig verzichtet werden, da sie die Zahnspange beschädigen oder zum Verlust der Brackets führen können. Da festsitzende Spangen allgemein die Zahnpflege erschweren, sollte zudem auf eine tägliche Reinigung mit Zahnseide oder Interdentalbürstchen geachtet werden, um auch die Zahnzwischenräume zu erreichen. Unmittelbar nach dem Einsetzen der festen Spange informiert unser Fachpersonal Sie gründlich und gibt Ihnen wichtige Hinweise im Umgang mit der Apparatur.

Bei kieferorthopädischen Behandlungen geht es meistens um sanfte Korrekturen an den Kiefern und an den Zähnen. Sanft können diese Korrekturen aber nur sein, wenn man ihnen Zeit lässt. Nur dann kann der Körper diese Korrekturen akzeptieren und in sein Wachstumsprogramm integrieren. Bei einer zu schnellen Behandlung können die Zähne vielleicht zeitnah in die gewünschte Position gebracht werden. Wenn sie allerdings nicht lange genug in der passenden Position gehalten werden, ist das Risiko hoch, dass sie sich genauso schnell zurückbewegen.

Die feste Zahnspange arbeitet Tag und Nacht. Das bedeutet, dass die sanften Kräfte 24 Stunden lang kontinuierlich wirken. Diese Kräfte wissen aber nicht, wo und wann sie aufhören müssen. Daher ist es wichtig, dass die gesamte Behandlung regelmäßig durch den Behandler gesteuert und kontrolliert wird. Bleiben diese wichtigen Kontrollen aus, gerät die Behandlung außer Kontrolle, was zu Verzögerungen und im schlimmsten Fall zu ernsthaften Problemen führen kann. Falls Sie einen Termin nicht wahrnehmen können, informieren Sie uns rechtzeitig und vereinbaren Sie unmittelbar einen Ersatztermin.

In manchen Fällen müssen auch gesunde Zähne gezogen werden, da einfach zu wenig Platz im Kiefer vorhanden ist. Das liegt daran, dass die Zähne- und die Kiefer-Erbanlagen sich auf unterschiedlichen Genen befinden: ein Kind kann die Zähne von der Mutter geerbt haben und die Kiefer vom Vater. Es gibt also ein Missverhältnis zwischen Zahn- und Kiefergröße. Das bedeutet, die Kiefer sind für das vorhandene Zahnmaterial zu klein. Auch wenn Ober- und Unterkiefer nicht richtig aufeinander passen, kann es vorkommen, dass gesunde Zähne entfernt werden müssen.

 

 

Nach der Behandlung mit einer festsitzenden Zahnspange „möchten“ sich die Zähne wieder in ihre alte Position bewegen. Das liegt daran, dass unsere Zähne durch unterschiedliche Fasern mit dem Knochen verbunden sind und diese Fasern eine Weile brauchen, um sich an die neue Position zu gewöhnen. Würde die feste Zahnspange einfach nur entfernt, so würden sich die Zähne unkontrolliert bewegen und es käme zu einem sogenannten Rezidiv. Um das erreichte Behandlungsergebnis zu halten, werden daher herausnehmbare Geräte eingesetzt, die mindestens ein Jahr lang regelmäßig von uns kontrolliert werden müssen. Diese Phase der Behandlung nennt man die Retentionsphase einer kieferorthopädischen Behandlung. Die beste Retention wird lebenslang praktiziert. Zusätzlich wird ein dünner Draht an der Innenseite der Frontzähne befestigt, der die Zähne in der gewünschten Position hält.

Unsere kieferorthopädische Praxis wird als Bestellpraxis mit festen Terminen geführt. Da die meisten unserer Patienten schulpflichtig sind, finden die Termine hauptsächlich nachmittags statt. Bestimmte Termine, wie beispielsweise die Erstberatung und das Einsetzen oder Entfernen von festsitzenden Zahnspangen, müssen aus organisatorischen Gründen vormittags stattfinden, zumal sie mehrere Stunden in Anspruch nehmen können.

Bei Problemen mit herausnehmbaren Zahnspangen wird das Gerät vorrübergehend nicht getragen. Wichtig ist es dann, dass umgehend ein Kontrolltermin bei uns ausgemacht wird, da die Spange nach längerem Nichttragen nicht mehr passt. Bei Problemen mit einer festsitzenden Zahnspange ist die erste Möglichkeit das Abdecken der störenden Teile mit Schutzwachs, das wir jedem Patienten beim Einsetzen der festen Zahnspange mitgeben. Auch hier muss umgehend ein Kontrolltermin ausgemacht werden. Während unserer Urlaubszeiten können Sie der Ansage auf unserem Anrufbeantworter entnehmen, wer unsere Praxis vertritt. Wir bemühen uns immer um die Vertretung durch Kollegen in der näheren Umgebung.

Bei Verlust einer herausnehmbaren Zahnspange wenden Sie sich am besten direkt an uns. Gegebenenfalls muss eine Ersatzspange selbst bezahlt werden. Die Höhe der Kosten hängt von der jeweiligen Versicherung und den Vertragsbedingungen ab. Im Einzelfall entscheidet die Krankenkasse.

Wenn eine lose Zahnspange beschädigt ist, können abgebrochene Drahtteile vom Labor repariert werden. Wichtig ist, dass Sie umgehend einen Termin zu einer schnellstmöglichen Problembehebung vereinbaren. Denn ohne das Tragen der Spange verschieben sich die Zähne zurück in ihre alte Position. Mit einer zeitnahen Reparatur wird der Behandlungsfortschritt in der geplanten Zeit sichergestellt. Ebenfalls wichtig: Eine Spange muss – wenn sie gerade nicht getragen wird – unbedingt in der Spangendose aufbewahrt werden!

Ein früher Behandlungsbeginn bedeutet nicht zwingend, dass die Behandlung entsprechend eher abgeschlossen ist. Ziel ist es, den Zeitpunkt des Behandlungsbeginns so optimal zu wählen, dass die Behandlungsdauer möglichst kurz ist. Die Dauer hängt unter anderem von der individuellen Zahnfehlstellung des Patienten und der Wahl der Behandlungsmethode ab. In einem persönlichen Gespräch können wir Ihnen eine Einschätzung Ihrer persönlichen Behandlungsdauer geben.

Bei der Behandlung mit der festen Spange werden die Zähne über Distanzen von mehreren Millimetern durch den Knochen bewegt. Dabei kommt es zu einer leichten Lockerung der Zähne. Dieser Prozess ist unerlässlich für die Zahnkorrektur. Die Zähne festigen sich aber wieder, sobald die Bewegung abgeschlossen ist. Dieser Vorgang wird so lange wiederholt, bis das Wunschergebnis erreicht ist. Nach erfolgreichem Abschluss der Behandlung erlangen die Zähne wieder ihre ursprüngliche Stabilität.

Die Dauer einer kieferorthopädischen Behandlung ist bei jedem Patienten unterschiedlich. Es gibt aber Erfahrungswerte, die relativ verlässlich sind und als Maßstab genommen werden können. Wir unterscheiden die aktive Behandlungsphase und die Retentionsphase. Die aktive Behandlung mit einer festsitzenden Zahnspange dauert ca. 1 bis 2 Jahre. Während dieser Zeit wird durch immer wieder neues Nachstellen der Zahnspange die gewünschte Korrektur eingestellt. In der anschließenden Retentionsphase, die mindestens ein Jahr dauern sollte, wird das Behandlungsergebnis stabilisiert.

Für die festsitzenden Zahnspangen hat sich der englischsprachige Begriff „Brackets“ eingebürgert. Diese Brackets werden mit einem speziellen Dentalkleber auf die Zähne aufgeklebt. Anschließend wird durch die Brackets ein Drahtbogen durchgeführt, der die Zahnstellung reguliert. Die Brackets halten auch bei großen Kaubelastungen. Es kann aber durchaus passieren, dass sich im Laufe einer Behandlung das eine oder andere Bracket löst. Dieses sollte dann so schnell wie möglich wieder befestigt werden.