Linguale Zahnspange: Behandlungsablauf

Nachdem Sie sich für eine linguale Zahnspange und Ihr neues Lächeln entschieden haben, durchläuft die kieferorthopädische Behandlung verschiedene Stationen – angefangen bei der Bissabnahme über die

Positionierung der Lingualbrackets bis hin zur Retentionsphase. Nachfolgend finden Sie einen Überblick über den Behandlungsablauf mit der Lingualtechnik.

Herstellung der lingualen Zahnspange

Zunächst einmal fertigen wir einen Präzisionsabdruck Ihrer Zähne an, alternativ erstellen wir einen intraoralen 3D-Scan mittels eines 3D-Dentalscanners. Der Abdruck wird von uns in ein Speziallabor geschickt, das aus der Ausgangssituation Ihrer Zähne ein 3D-Modell entwickelt,

welches das bestmögliche Endergebnis aller Korrekturen Ihrer Fehlstellungen darstellt (Set-Up-Modell). Anhand dieses Modells werden am Computer für jeden einzelnen Zahn individuelle Plättchen – sogenannte Brackets – designt und anschließend gefertigt.

Lingualtechnik – Befestigung der Brackets

Die Brackets der unsichtbaren Zahnspange können von uns nach ca. drei Wochen mithilfe einer Übertragungsschiene präzise und schonend an der Innenseite der Zähne mit einer speziellen Klebetechnik befestigt werden. Für eine optimale Haftkraft werden die Zähne im Vorfeld gereinigt und chemisch konditioniert.

Zum Schluss werden die Brackets der lingualen Zahnspange mit einem dünnen Spezialdraht verbunden. Dieser wird mit einer computergestützten Software so präzise gebogen, dass Ihre Zahnstellung mit der unsichtbaren Zahnspange optimal korrigiert werden kann.

Aktive Phase: Tragekomfort der lingualen Zahnspange

In den ersten Tagen kommt es zu Irritationen der Zunge und des umgebenden Weichgewebes. Die Aussprache kann beeinträchtigt und das Zerkauen von Speisen erschwert sein. Die Eingewöhnungszeit nach dem Einsetzen beträgt ca. zwei Wochen – dann klingen die Einschränkungen sukzessive ab.

Während der Tragezeit ist darauf zu achten, die Zähne und die Spange gründlich mit einer Hand- oder elektrischen Zahnbürste zu säubern. Auch die Zahnzwischenräume sollten mit entsprechenden Hilfsmitteln wie Zahnseide oder Munddusche gereinigt werden.

Retentionsphase: Behandlung nach der Tragezeit

Um den Behandlungserfolg der Zahnkorrektur langfristig sicherzustellen, betreuen wir Sie auch nach der aktiven Phase. Nach der Entfernung der lingualen Zahnspange neigen die Zähne dazu, an ihre ursprüngliche Lage zurückzuwandern. Aus diesem Grund ist eine kieferorthopädische Behandlung notwendig, um die Zähne an die neue Position zu gewöhnen und die Zahnregulierung zu stabilisieren.

In der sog. Retentionsphase erhalten Sie eine herausnehmbare Apparatur, die nachts getragen wird, oder einen Draht, der auf die Innenseite der Schneidezähne geklebt wird. Die Retention dauert mindestens ein Jahr und wird regelmäßig kontrolliert – für ein stabiles Behandlungsergebnis.

Das Incognito- bzw. WIN-System

Da zu der erschwerten Erreichbarkeit der Innenfläche der Zähne noch der beengte Platz im Mundinnenraum kommt, ist die Lingualtechnik in München mit einem erhöhten Aufwand für den Kieferorthopäden verbunden. Der Behandlungserfolg stellt sich in der Regel nach einem ähnlichen Zeitraum wie bei den herkömmlichen, sichtbaren Methoden ein. Wir verwenden in unserer Praxis das seit Jahren etablierte Incognito-System bzw. das neu entwickelte WIN-System (beide nach Prof. Dr. Wiechmann).

Weitere Informationen unter www.lingualtechnik.de und unter www.lingualsystems.de.

Wenn Sie sich für eine unsichtbare bzw. linguale Zahnspange interessieren, dann vereinbaren Sie gerne einen Termin in unserer kieferorthopädischen Fachpraxis. Wir beraten Sie gerne!